Der Lepra Mission Trust Indien bittet um Hilfe.

In einer Email vom 23.April 2020 informierten uns unsere Kollegen aus Indien über die aktuelle Lage.

Sie schreiben: “… Die unmittelbaren Folgen dieser Pandemie sind vielfältig, da die Länder Sperren durchsetzen, die vorübergehend zur Einstellung wirtschaftlicher und sozialer Aktivitäten führen. … Die Menschen in Indien, insbesondere die Tagelöhner, die Obdachlosen, ältere Menschen, Kinder, Behinderte, Transgender und andere Personengruppen, die am Ende der Wirtschaftspyramide leben, sind daher aufgrund der Sperrungen stark betroffen. … Das plötzliche Auftreten dieser Krankheit hat auch das Gesundheitssystem überrascht. … Menschen, die von Lepra betroffen sind und Menschen mit Behinderung gehören zu den am stärksten ausgegrenzten Gruppen, die bei Katastrophen häufig übersehen werden. In Indien sind ca 59% der weltweiten Leprafälle beheimatet. Sie leben in Not, leiden unter Stigmatisierung und Diskriminierung aufgrund ihrer sichtbaren Formen der Behinderung. Es ist dringend erforderlich auf diesen Teil der Gesellschaft zu reagieren, der in solchen Situationen normalerweise bei wichtigen Gütern und Hygieneartikeln übersehen wird und ihn auf diese neue Krankheit aufmerksam machen.

Die indische Regierung hat umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergriffen. Sie hat alle Organisationen der Zivilgesellschaft im Land aufgefordert sich zusammenzuschließen, um diese Pandemie zu bekämpfen und die negativen Auswirkungen auf die Menschen und die Wirtschaft zu minimieren. … Dies beinhaltet die Versorgung von Migranten, Tagelöhner und Obdachlosen mit Nahrungsmitteln, die routinemäßigen Gesundheitsleistungen, Hygienemaßnahmen und die Unterstützung der lokalen Verwaltung bei der Identifizierung von Hotspots. Die Freiwilligenarbeit ist ein wichtiger Aspekt.

Daher werden die Lepra Mission Projekte mit 14 Krankenhäusern, 6 Berufsbildungszentren, 5 Pflegeheimen für ältere Menschen, 8 Projekten zur Stärkung der Gemeinschaft und einem Forschungslabor in 10 indischen Staaten eine neue Ausrichtung auf Covid-19 erhalten. Zwei Krankenhäuser wurden von der Regierung zu Covid-19-Zentren ernannt. Die anderen Krankenhäuser werden als Triage -Zentren fungieren und im Berich der Hygiene und Aufklärung verstärkt tätig sein.

In Vizianagaram wird eine Aufklärungskampagne gestartet und in Purulia darüberhinaus die Lebensmittelversorgung gesichert und Hygieneartikel verteilt.

Insgesamt sind für die Krankenhäuser zusätzliche Ausgaben in Höhe von 140.500€ für Schutzkleidung, Seife und Desinfektionsmittel, medizinische Geräte und Material, Bettwäsche und Handtücher und Personalkosten geplant.

Für Gemeinschaftsküchen, Sicherheit- und Hygienekits fallen 147.500€ an und für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit werden weitere 14.000€ notwendig sein.

Uns ist sehr bewusst, dass dies für alle eine sehr anstregende Zeit mit vielen Einschränkungen und Einbußen auch in finanzieller Hinsicht ist. Dennoch bitten wir Sie um Ihre Spende.

Unser Spendenkonto:

Lepra-Mission e.V.

Kreissparkasse Esslingen

IBAN: DE95 6115 0020 0000 1557 59

Verwendungszweck: Covid-19 Hilfe Indien