TLM Chad hat eine lange Tradition. Seit 1992 ist TLMI im Chad tätig und hat sich die fachärztliche Versorgung, aber auch die soziale Integration von Lepra Betroffenen zur Aufgabe gemacht.

untersuchung-tschadSeit 2008 wurde die Behindertenarbeit ( Community Based Rehabilitaion Modell) ausgedehnt und intensiviert.

Seit 2010 bzw 2012 wurde die Zusammenarbeit mit TLM im Niger verstärkt. Regelmäßiger Gedankenaustausch, Erörterung von Problemen, Besuche von Begünstigten der Projekte, Entwicklung  neuer Projektideen und Förderung von Mitarbeitern sind gemeinsame Anliegen beider Staaten.

Der Anstieg der Neuerkrankungen mit bereits vorhandenen Behinderungen in den Nachbarregionen Guéras und die Tatsache, dass TLM Chad der einzige nicht staatliche Akteur in der Leprakontrolle ist, veranlassten uns, nach der Evaluation im vergangenen Jahr,  unsere Arbeit für weitere 5 Jahre, bis zunächst 2019 mit folgenden Zielen weiterzuführen.

Ziel 1 Die Qualität der Lepraversorgung in Guéra und den Nachbarregionen unter NLCP (Leprosy Mission Control Organisation) aufrechterhalten.

  • Sowohl Aufsichtsbehörde, als auch Krankenschwestern für Qualitätskontrollen ausbilden.
  • Fachärztliche Versorgung für speziellen med. Bedarf sicherstellen.
  • Formularende
  • Grundwissen über Lepra vermitteln und dadurch Früherkennung ermöglichen.

Ziel 2 Hilfsprogramme für Behinderte zur Resozialisierung.

  • Hochwertige physische Rehabilitation als Teil der Leprabehandlung.
  • Integration von behinderten Menschen in die Dorfgemeinschaften fördern.
  • Wirtschaftliche Unterstützung, um finanzielle Unabhängigkeit der Familien zu erreichen.

Ziel 3 Nachhaltiges Arbeiten durch Partnerschaft mit staatlichen Dienstleistern, Projekten und anderen Organisationen

  • Bestehende Kooperationen fortführen.stroh-tschad
  • Durch Lepra betroffene und behinderte Menschen in den Prozess und die Projektentwicklung mit einbeziehen.
  • Interessenvertretungen einrichten und Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
  • Früherkennung weiterhin vorantreiben und gegen Vorurteile angehen.
  • Bessere Verzahnung von unterstützenden Ländern und Spendern.

„Gruppen“ haben sich bereits organisiert, die verantwortlich und transparent arbeiten und in denen durch Lepra behinderte Menschen willkommen sind und sich aktiv beteiligen können.